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Will man die Entstehungsgeschichte des MC Metal Inferno näher erläutern, muss man schon etwas weiter in die Vergangenheit reisen. Man muss dazu in die siebziger Jahre zurück und in den Raum Hamm/Westf. Zu der Zeit war Brösel noch ein junger Kerl, offen für alles Schlechte und mit viel Blödsinn im Kopf . Seine Erfahrungen mit Motorrädern sammelte er in dieser Zeit mit seiner KS 50 Supersport und einer CM 185T. In der Welt der "richtigen Maschinen" konnte er noch nicht so richtig mitmischen - für ihn war damals die Honda CB 750 Four das Motorrad schlechthin - ein Traum, der sich so ohne Weiteres nicht erfüllen ließ. In dieser Zeit - die Siebziger gingen schon langsam zu Ende - trieb Brösel bereits sein Unwesen in der Hammer Bikerszene und lernte den Karl kennen. Karl war ein alter Haudegen mit Rennerfahrung in den Sechzigern und fuhr bei Wind und Wetter. Das war zu dieser Zeit längst nicht mehr selbstverständlich. Und um der Sache die Krone aufzusetzen: er fuhr Brösel´s Traummaschine, eine CB 750 Four. Karl schaffte es, Brösel für das Hobby Motorradfahren so richtig zu begeistern. Brösel konnte zwar damals mit seinen mageren Erfahrungen noch nicht so richtig mitreden, wurde aber dennoch mit dem Gedanken infiziert, dass es nichts schöneres gibt, als sich auf einem Motorrad den Wind um die Nase pfeifen zu lassen. Sobald er konnte und durfte, schaffte er sich ein "richtiges Motorrad" an. Es wurde eine CX 500 C. Mit dieser Maschine unterm Hintern und Karl als Begleitung unternahm er in den nächsten Jahren viele Fahrten. Sowohl das Hobby Motorradfahren als auch die Kontakte in der Bikerszene verfestigten sich und die Gruppe um Karl und Brösel wurde größer. Ende 1986 (mittlerweile fuhr Brösel eine CB 750 C da er die CX nach einem Crash total zerlegt hatte) bestellte er sich seine 1400 er Trude. In der Gruppe um Karl und Brösel kam die Idee auf, mit 4 Leuten einen Club zu gründen. Im Zuge der Vorbereitungen wurde viel darüber diskutiert, wie man sich nennen könnte. Letztendlich gab die Musik den Ausschlag. Die Jungs hörten damals viel Heavy Metal und eine Scheibe war fast immer auf dem Plattenteller. Es handelte sich um eine Sampler - LP mit dem Namen Metal Inferno. Sowohl LP-Titel als auch das Plattencover fanden alle ganz toll und man einigte sich darauf, den Club mit diesen Attributen auszustatten. Der LP Titel wurde Clubname, das Plattencover wurde Clubcolour. So einfach geht das manchmal... Die Geburtsstunde des Clubs war dann irgendwann im Frühjahr 1987. Das Colour trug damals noch den Zusatz MC Hamm. Nach einigen Jahren wurde dies aber geändert, da die Member sich mittlerweile in ganz Deutschland verteilten. Also wurde folgerichtig ein MC Germany daraus.
Die nachfolgenden Jahre bis in die späten Neunziger waren turbulent und abwechslungsreich. Brösel legte eine zünftige Bikerhochzeit hin, Chapter wurden gegründet und wieder aufgelöst, Member kamen und gingen. Der Kern des Clubs bestand nur aus wenigen Leuten, die aber in ganz Deutschland auf Treffen zu sehen waren. Es wurden viele Clubfreundschaften begründet, von denen hier zwei besondere erwähnt werden sollen. Da wäre einmal die Freundschaft zum MC Black Label, die insbesondere vom guten Verhältnis zwischen den beiden Presi´s lebt. Zum Anderen wären da die Panthers aus Luxemburg zu nennen, bei dessen erster Sommerparty 1994 der MC Metal Inferno komplett mit Mann, Maus und Kind vertreten war. Die Sommerparties der Panther´s und des MC Metal Inferno sind bis heute gegenseitige Pflichttreffen für beide Clubs. Auf unserer Sommerparty 2007 feierten wir unser 20-jähriges Bestehen - nicht ganz alltäglich in der heutigen Zeit. Über die vielen Grüße und Geschenke anläßlich dieses Jubiläums haben wir uns sehr gefreut. Es war ein eindrucksvoller Beweis für das gute Verhältnis zu allen Clubs in der gesamten Region. Aus dem provisorischen Clubraum in Brösel´s Kellerbar zu Hause zogen wir in ein erstes eigenes Clubhaus. Das war viel besser als vorher, entsprach aber noch nicht wirklich unseren Idealvorstellungen. Deshalb suchten wir nach einiger Zeit etwas Neues. Nach insgesamt vier Versuchen fanden in Drensteinfurt eine Heimat in unserem jetzigen Clubhaus. Hier haben wir neben dem eigentlichen Clubraum auch Übernachtungsmöglichkeiten, eine kleine Werkstatt und eine Wiese, auf der wir im Sommer feiern können. Alle 14 Tage veranstalten wir einen offenen Clubabend, zu dem alle interessierten Biker herzlich eingeladen sind. Zur Zeit sind wir ein bunt gemischter Haufen von etwa 21 Leuten mit Kind und Kegel und verstehen uns in erster Linie als Freizeitbiker mit Familienanschluss. Im Club tummelt sich vom Cruiser, Chopper, Streetfghter, Tourer bis zum Racer so ziemlich alles, was der Markt zu bieten hat - wir haben da keine Berührungsängste. Jedes Jahr am ersten Wochenende im September organisieren wir unsere Sommerparty. Dabei steht das Motto "Von Bikern - für Biker" absolut im Vordergrund. Viel hat sich getan in den letzten 20 Jahren. Karl ist inzwischen verstorben und von den Gründungsmembern ist nur noch Brösel übrig. Die CB 750 FOUR von Karl steht noch so in unserer Werkstatt wie Karl sie zuletzt gefahren hat - als eines der wichtigsten Erinnerungsstücke aus den Anfängen unseres Clubs und zum Gedenken an einen großartigen Menschen...
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